Überweisungen an Tote
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Düsseldorf/Hamburg – Es war wohl als Aufklärung gedacht, doch in Teilen der deutschen Regierungskoalition sorgt es für Empörung: Das Geständnis der griechischen Arbeitsministerin Louka Katseli, dass die Regierung für Tausende tote Griechen noch immer Rente zahlt. 4500 verstorbene Angestellte im öffentlichen Dienst erhielten noch Geld, sagte Katseli. Das koste den Steuerzahler jährlich mehr als 16 Millionen Euro. Das Ministerium wolle nun überprüfen, wie viele der offiziell etwa 9000 über Hundertjährigen tatsächlich noch leben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,766981,00.html
Die seit der Sterbetafel DAV 2004 R neu verwendeten Methoden der Extrapolation des Langlebigkeitsrisikos beziehen Ihre “Stützwerte” nur aus wenigen Tausend langlebigen Überlebenden der Bevölkerungsstatistik. Denn auch bei uns basieren die Berechnungen u.a. auch auf:
Daten der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) für das frühere Bundesgebiet von 1986 bis 2002 für die Alter von 66 bis 98 Jahren.
und weiter:
Aus japanischen Sterblichkeitsuntersuchungen (siehe [RSJ]) lassen sich Entwicklungen der Trendfaktoren für die Sterblichkeitsverbesserungen ab Alter 100 begründen.
http://www.aktuar.de/download/dav/veroeffentlichungen/2004-UAG-Rentnersterblichkeit-DAV-2004R.pdf
Moment mal! Japan – da war doch auch mal was – so wie in Griechenland:
Japanische Behörden vermissen Greise und wittern Ungemach
Mindestens 279 Japaner, die hundert Jahre oder mehr auf dem Buckel haben sollen, sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Da wird ein Verdacht laut: Rentenbetrug.
Hallo – Was waren noch einmal die Gründe für die neuen Sterbetafeln?
http://www.gdv.de/Downloads/Veranstaltungen_2005/loerper.pdf
Würden auch in Deutschland nur ein paar Tausend “Lebende” (Rentner) z.B. älter als 85 Jahre aus der Statistik herausfallen, wären die seit Einführung obiger Sterbetafeln errechneten Beitragszuschläge für das Langlebigkeitsrisiko nicht länger haltbar – und würden Versicherte, die z.B. Rentenversicherungen auf Basis dieser Kalkulation abschließen (müssen!) – unangemessen benachteiligen!
Deshalb der Aufruf an GDV und die deutschen Aktuare:
Macht endlich Ernst mit “(der) laufende(n) Überprüfung der Tafel” – wir haben inzwischen 2011 und sind schon wieder ein paar Finanz-Skandale weiter …
–pag


