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Ist das schon alles, was man Anlegern anbieten kann?

Beispielhaft: (ein von mir sehr geschätzter Kollege!) in der FAZ zum Thema “Angst treibt die Anleger zur Verzweiflung”:

“… Hier gibt es nur die alte Regel, das Vermögen so breit wie möglich zu streuen. Das klingt banal, doch das Ehepaar muss sich damit abfinden, dass es keine Alternative gibt. …”

http://www.faz.net/s/RubD0AD9A6D94EE4658B9DDDAEB8EE726B0/Doc~E9810AA29F3AE4BDCABC6B3796AA9E5E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

"The reason that ‘guru’ is such a popular word is because ‘charlatan’ is so hard to spell."
-- William J. Bernstein

Vermögen sind “potentielle Energie” (ich erlaube mir mal diesen simplifizierten Vergleich zur Physik) – m.E. ist es eine “”, auf dem Primat des passiven Investors aufzubauen.

Nicht umsonst sind Heerscharen von sog. Finanzberatern Tag für Tag damit beschäftigt, diese ruhenden Werte in “kinetische Energie” umzuwandeln, also Vermögen in Bewegung zu setzen – wobei sie und die vom Energieverlust (Provisionen etc.) ganz gut leben können …

Eine aus dieser Erkenntnis ableitbare Strategie: Werden Sie aktiv und handeln Sie selbst – nicht nur “für” sondern “mit” Ihrem Vermögen – ganz ohne !

Wie das geht, erfahren Sie gerne in einem vertraulichen Gespräch.

–pag

The Doctrine of Nonaccumulation

Zum Handwerkszeug eines guten Finanzanalytikers und Unternehmensberaters gehört es auch, Sachverhalte oder geplante kritisch anhand philosophischer zu testen.

Oft kommt man so zu erstaunlichen und unerwarteten , die das vorgegebene Problem lösen helfen.

Wer sich nicht scheut, dabei auch solche Schriften heranzuziehen, die einen “religious touch” haben – oder gar von “missionarischem Eifer” geprägt sind, wird z.B. in Bezug zur aktuellen wirtschaftlichen Situation nützliche gewinnen.

So what is the doctrine of nonaccumulation? Quite simply, it is the
doctrine stating that forbids His people to accumulate wealth on this earth, but rather commands them to distribute those possessions they do not currently need for the needs of others and for spreading the gospel.

Or to condense it into a few words, this doctrine says that Jesus commands us to distribute rather than accumulate earthly wealth.

That, in a nutshell, is the definition for the doctrine of nonaccumulation. This definition, by itself, does not address any of the questions about how or to what extent we are to put this doctrine into practice. All such questions (“May we do this?” or “Must we do that?” or “What about this situation?”) must, for now, simply be left hanging.

The primary question we address at this point, rather, is simply this: Is this doctrine, as stated, a true doctrine or a false doctrine? It has to be one or the other. It cannot be both. This book’s purpose is to help you, the reader, find the answer to this question.

The Doctrine of Nonaccumulation

–pag

To hedge something you buy, …

sell something else with similar risk characteristics.

– Thomas S. Coleman

Sicher auch ein Grund. warum , die ja “Geld kaufen” um eigene Investments zu hebeln, dafür “” oder “” anbieten …

Immer in der Hoffnung, daß entweder die Rückzahlungsverpflichtung entfällt oder im Notfall, durch die mit solchen Geschäften erreichte Systemrelevanz, der dazu veranlaßt wird, die Zeche zu bezahlen.

Ein interessanter Ansatz, dieses Prinzip einmal zur Bekämpfung der einzusetzen, findet sich hier:

What would you say, dear reader, if I told you that I’ve come up with a way to eliminate unemployment in the United States – yes, even in the face of the current economic mess? What if I explained that it would also improve the effective standard of living of many American families and decrease their income tax burdens? And that it would also increase our economic resilience and sustainability, and simultaneously cause a significant decrease in the amount of automobile traffic on America’s streets and highways? Would you be all for it?

http://campfire.theoildrum.com/node/6384

Die Frage bleibt, wie sich oder fühlt, wenn sie/er dann weiß, daß sie/er eine unsichere des Partners damit einkauft, indem sie/er ihre/seine eigene Fähigkeit, künftig wieder am teilnehmen zu können, verkauft …

Zumindest ständige des “Zurückgebliebenen” ist angesagt.

–pag

Finanzillusionäre

Die Ähnlichkeit dieses Kunstwortes mit ist nicht rein zufällig.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, daß in der (immer wieder gerne und kompetenzheischend zitierten) “Modernen nach Prof. ” *), zwar neben Rendite und auch die Liquidität als dritte Dimension der Bestimmungsfaktoren für ein optimales Portfolio genannt wird – jedoch die Darstellung effizienter Portfolios ausschließlich auf der Beziehung Rendite zu Risiko beruht?

Nun kann man sich ja auf den Standpunkt stellen, daß z.B. die Marktgängigkeit oder die Existenz eines Marktes bereits in der (subjektiven) Risikoeinschätzung eines Anlegers enthalten sein dürften – z.B. wenn er nach seiner Fähigkeit gefragt wird, ob er starke Kursverluste verkraften könne – oder wie hoch der Anteil seines Portfolios an “liquiden Werten” (sic!) sein solle.

Allerdings entziehen sich die einer statistischen Aufarbeitung und stehen somit – auch in der eingeschränkter Form eines Volatilitätsmaßes aus nicht für eine stochastische Zukunftsbetrachtung zur Verfügung.

Und auch der (babylonische?) mit seiner jahrtausendealten Weisheit zur “naiven Diversifikation” hilft uns da nicht weiter:

“Ein Drittel des Vermögen sollte in Land, ein Drittel in Geschäften und ein Drittel sollte liquide gehalten werden.”

Wenn jedoch die ständig “Liquidität” abschöpft und dafür mit Anlageformen wirbt, deren Anwendung eigentlich nur bei “freien Vermögenswerten” (also nicht zweckbestimmten z.B. zur gedachten Anlagen) erlaubt sind, dann muß sie sich auch entsprechende Vorwürfe gefallen lassen:

“The simultaneous selling of securities to customers and shorting them because they believed they were going to default is the most cynical use of credit information that I have ever seen. When you buy protection against an event that you have a hand in causing, you are buying fire insurance on someone else’s house and then committing arson.”

-Sylvain R. Raynes, structured finance expert at R & R Consulting

http://www.ritholtz.com/blog/2009/12/should-investment-firms-bet-against-their-clients/

Eigentlich wollen die Anleger ja erst einmal zu einem Vermögen kommen …

–pag

*) Daß die zitierte Theorie streng genommen nur für den Einperioden-Fall Gültigkeit besitzt, wird im auch nur sehr selten erwähnt – um es vorsichtig auszudrücken …

Ja, wenn’s schön macht …

Merke: Erst durch werden unbekannte Produkte “schön”!

Aus der Pressemitteilung eines bekannten Rating-Unternehmens:

Aktuell entstehen etliche neuartige und intelligente „hybride“
mit Garantien, die zwischen den beiden Polen
Sicherheit und Chance stehen. Je nach Kapitalmarktentwicklung in der
Zukunft reagieren diese neuartigen Tarife (Variable Annuities, CPPi
etc.) individuell völlig unterschiedlich im Hinblick auf die
Wahrscheinlichkeit ihrer erzielbaren Renditen und des Risikos der
„Geldvernichtung“. Bei dieser Vielfalt der unterschiedlichen
Kalkulationen, Wertsicherungsmechanismen und Tarifparametern ist
derzeit für Endkunden und professionelle eine valide
Einschätzung über das Rendite--Profil der Tarife nur
eingeschränkt möglich.
Erst eine einheitliche Grundlage, die diese
neuen Produkte wirklich vergleichbar macht, ermöglicht dem Berater
und eine individuelle und strategische Planung in der
Altersvorsorge.

http://www.experten.de/NET/documents/Unternehmen/101815/Morgen_251109.pdf

Der Klassiker: “Halt Du sie dumm – ich halt sie arm!” – bekommt dann gleich eine ganz neue Bedeutung …

Bezieht man auch andere Quellen in die Beurteilung der Risikoprofile mit ein, die “näher am Produkt” – aber gleichwohl zu einer hohen, rechtsverbindlich geforderten Neutralität verpflichtet sind – dann stellt sich das ggfs. so dar:

Rendie-Risko Profil  aus Aktuar Aktuell 11-2009

(Quelle: Aktuar aktuell, Ausgabe 11 / 2009 und der entsprechende Artikel)

Einer der Gründe, warum wir unsere Aufgabe darin sehen, immer wieder und begründet vor risikobehafteten Produkten zu warnen – die weder die Vermittler dieser Produkte noch Sie als Kunde verstehen können (und sollen!) – und bei deren auch meist überfordert sind.

Im Gegensatz zu Ratingagenturen oder Vermittlern erhalten wir keinerlei Bezahlung oder sonstige Vorteile von den Initiatoren solcher Produkte.

–pag

Was “rationale” Arbeitssuchende …

- über wissen sollten:

Consider an unemployed person who will be able to work for ten more years t = 1,2,…,10. Suppose that each year in which she remains unemployed, she may be offered a ‘good’ job that pays $100, or a ‘bad’ job that pays $44, with equal probability (50/50). Once she accepts a job, she will remain in that job for the rest of the ten years. (Assume for simplicity that she cares only about her monetary earnings, and that she values earnings at different times equally, i.e., the interest rate is zero.)

Should this person accept bad jobs?

It can be verified by continuing to work backwards that bad offers should only be accepted if one is still unemployed at times 9 or 10; they should be rejected at all times up to t = 8. The intuition is that if one expects to work in a job for a long time, this makes it more valuable to be picky about what job to accept.

A dynamic optimization problem of this kind is called an optimal stopping problem, because the issue at hand is when to stop waiting for a better offer. Search theory is the field of microeconomics that applies problems of this type to contexts like shopping, job search, and marriage.

http://en.wikipedia.org/wiki/Backward_induction

–pag

PS: Aber nicht vergessen – auch “die andere Seite” spielt mit …

http://en.wikipedia.org/wiki/Secretary_problem

An der Empfehlungskette …

Aus der Presseerklärung eines unabhängigen Berufsverbandes der ():

Wenn Verbraucherschützer vor Verbrauchern schützen

Bei einem Wildschutzzaun stellt sich schon im Begriff die Frage, ob das ein Zaun ist, der das Wild schützen soll, oder vor dem Wild?

empfiehlt auf seiner Homepage unter dem Titel ‚Private Haftpflicht bei : Lohnender Schutz’ eine Privathaftpflichtversicherung von . Für haftet Finanztest nicht.
Tchibo wiederum ist nicht als registriert und behauptet von sich, nur als ‚Tippgeber’ zu arbeiten, also selber gar nicht zu beraten, oder zu vermitteln – und haftet deshalb auch nicht für Beratungsfehler. Ob diese Auffassung einer rechtlichen Überprüfung standhält, wird noch zu prüfen sein. Tchibo empfiehlt spezielle Tarife der Asstel Versicherungsgruppe.
Die Asstel Versicherungsgruppe wiederum arbeitet als – und muss als ein solcher weder beraten, noch die Beratung dokumentieren, haftet also auch nicht für Beratungsfehler.

http://www.igvm.de/downloads/2009.08.13pressemitteilung200906.pdf

Dann doch lieber zum Versicherungsmakler, der für seine Beratung persönlich haftet – und der an Gesetzen, die die oben beschriebene “Umgehungsmöglichkeit” besitzen, definitiv nicht mitgearbeitet hat!

Sonst würde man nicht ihn und seine Berufskollegen zu Sündenböcken der vielen Tricks und Verfehlungen der Produktanbieter – und ihres ihnen verpflichteten Ökosystems – stempeln …

–pag

Warum das Krankenhaus nur noch Hotel-Rechnungen verschickt …

- und Belegärzte stets gesondert abrechnen?

Aus der Ankündigung einer Seminarveranstaltung:


erfolgreich lenken – Zuweiser binden, bevor es andere tun

Schwerpunkte:

    Regionen mit ermitteln
    optimieren
    Geografische Informationssysteme erfolgreich einsetzen
    Nichteinweiser für sich gewinnen
    Anforderungen an die Arzt-Arzt-Kommunikation erkennen
    Strategien jenseits kostenintensiver Werbung entwickeln
    Zuweisermarketing gezielt anwenden
    Praxiserprobte Werkzeuge einsetzen
    Zuweiserbedürfnisse erkennen
    Kommunikation zwischen Klinik und Zuweiser verbessern
    Serviceleistungen für Zuweiser integrieren

http://zeno24.de/e3/e6/e1495/index_ger.html
http://zeno24.de/e3/e6/e1495/Zuweiser2009i.pdf

Aus der Diskussion in DasGelbeForum:

Wie die Kohle da läuft keine ahnung, die Beleger fahren Maserati, Chayenne, M5, AMG Mercer….

Was im Bankensektor von der Großkriminalität zusammen mit der Politk als Liberalisierung verkauft wurde, heisst im Gesundheitswesen “”.

http://www.dasgelbeforum.de.org/mix_entry.php?id=134903

–pag

Beim Betrachten eines lokalen Neubaugebietes, …

- hatte ich mich bereits gefragt, warum Menschen (bei der jetzigen Wirtschaftslage) nicht günstig gebrauchte Immobilien kaufen, anstatt sich bei einem Neubau in der Regel doppelt so hoch zu verschulden. Zumal bei einem Einzug mit Kleinkindern, aus dem Neubau schnell ein “Gebrauchtbau” mit entsprechendem werden kann …

Blogger Thomas Strobl treiben wohl ähnliche Fragen um, wie in seinem aktuellen Beitrag – zu Investitionsentscheidungen in Unternehmen – nachzulesen ist:

Firmen, die investieren, verschulden sich. Verschulden sie sich zur falschen Zeit, dann können sie ihren Schuldverpflichtungen nicht mehr nachkommen und gehen pleite. Gestern waren sie noch Heroes, heute sind sie dumme Loser. Wie kann man auch nur so dämlich sein, unmittelbar in eine Krise hinein zu investieren, nicht wahr?

http://www.weissgarnix.de/2009/11/06/massensterben-der-erfolgreichen/

–pag

PS: Es ist anzunehmen, daß die stolzen Hausbesitzer in den Schlüsselindustrien des Automobildreiecks München, Ingolstadt und Regensburg arbeiten …

Was kostet mehr?

Umfangreiche vergleichen zu müssen – oder (bei gleichen vorgegebenen und ggfs. vom Gesetzgeber überwachten Bedingungen) nur den Preis?

Kaum ist die FDP an der Macht, werden die ersten “medialen Pflöcke eingerammt”:

BILD am SONNTAG: Was konkret kann man wirklich verändern, damit sich die Kassenpatienten, die ja auch sehr hohe Beiträge bezahlen, nicht mehr als Patienten zweiter Klasse fühlen?

: Das Wichtigste: Wir brauchen mehr im System. Die müssen wieder untereinander im stehen, sie müssen unterschiedliche Beiträge verlangen dürfen und unterschiedliche Leistungen anbieten können. Derzeit gibt es doch überall die gleiche Leistung zum gleichen Preis, ohne dass irgendein Patient durchschaut, was eigentlich mit seinem Geld geschieht, und wer was wie abrechnet.

http://www.bild.de/BILD/politik/2009/11/01/philipp-roesler/fdp-gesundheitsminister-im-interview.html

Tip an Sie als :

Bevor Sie dem medial gepushten Strahlemann Rösler auf den Leim gehen – überlegen Sie einmal, was Ihnen zukünftig mehr Schwierigkeiten machen wird:

Bei gleichem Preis die unterschiedlichen Bedingungswerke der Krankenkassen vergleichen zu müssen – ganz ohne Rechtsbeistand …

oder

Bei gleichen Bedingungswerken, die von der Rechtssprechung bereits weitestgehend in ihren Konsequenzen für Sie erörtert wurden, nur den Preis vergleichen zu müssen?

Vielleicht sollte sich der Wettbewerb der Krankenkassen erst einmal darauf konzentrieren, den kostengünstigen Einkauf der medizinischen Leistungen zu verbessern – was meinen Sie?

–pag