- auch die Herde der "Schwarzen Schafe":
Unseriöse Anbieter: Gold-Boom lockt schwarze Schafe
21.10.2011, 10:10 UhrMit der Nachfrage nach Gold steigt gleichzeitig auch das Aufkommen unseriöser und betrügerischer Anbieter und Händler. Kunden sollten sich daher auf die bewährten Kanäle zu verlassen, um Abzocke zu vermeiden.
Die Dame wollte sich absichern. „Eine goldrichtige Anlage“, erklärte der Vermittler, und verkaufte ihr einen Goldsparplan. 1500 Euro Abschlussgebühr waren erst mal fällig. Dann zahlte die Anlegerin 50 Euro monatlich ein bis sie Post von einem Wirtschaftsprüfer bekam. Möglicherweise sei das Gold, das sie bezahlt hat, nicht ordentlich hinterlegt. Den Sparplan kündigte sie. Gold hat sie bis heute keines gesehen. Inzwischen läuft ein Ermittlungsverfahren.
Nicht bekant ist, ob es sich bei dem im Handelsblatt geschilderten Fall um einen deutschen Anbieter handelt – im Zweifel sollten jedoch Anleger bei allen Angeboten einen neutralen Ratgeber hinzuziehen, der die wirtschaftliche (und falls dies ein Rechtsberater ist: auch die rechtliche) Konstruktion eines solchen Angebots gewissenhaft durchleuchtet.
Als Kunde kann man davon ausgehen, dass nur seriöse Anbieter kein Problem damit haben, auf solche Anfragen von Fachkollegen vollumfänglich und wahrheitsgemäß zu antworten.
Unabhängig davon, dürfte jedem hoffentlich klar sein, dass kein Unterschied zwischen einer Papierwährung Euro und einem auf Papier gedrucktem "Zertifikat" auf irgendwo eingelagertes Gold besteht – und sei der Tresor noch so sicher.
Nur der physische Besitz von Gold schafft Sicherheit, falls man es als Krisenvorsorge zur Seite legen möchte – und darüber entscheidet alleine der Besitz des Tresorschlüssels …
-pag

