Modellrechnungen & Transparenzratings
February 13th, 2010 / Author: pagVor kurzem hatte ich hier schon einmal dieses Thema angesprochen – mit dem Tenor, daß in Deutschland, der von Prof. Milevsky propagierte Ansatz nirgendwo zu entdecken sei.
Ich muß mich jedoch korrigieren – aber ist das auch schon gut so?
Test Modellrechnung
Hintergrund zu Kickbacks in der ModellrechnungVermittler und Kunden orientieren sich immer noch maßgeblich an den Ablaufleistungen, die der Produktanbieter in den Angeboten berechnet.
…
Problematisch ist nicht die Tatsache, dass Gesellschaften ihre Kunden an den sogenannten Kickbacks beteiligen möchten, sondern dass die Modellrechnung, auf deren Basis oft die Kaufentscheidung getroffen wird, die aktuell deklarierten Überschüsse inkl. der Kickbacks über die ganze Laufzeit enthält. Da die Überschussbeteiligung aber nicht garantiert ist, können die Kickbackzahlungen jederzeit verändert werden. Der Kunde macht sich also eine Vorstellung von einer bestimmten Ablaufleistung, die in dieser Höhe wahrscheinlich nicht ausgezahlt werden wird. Hinzu kommt, dass einige Gesellschaften Fonds anbieten, die gezielt höhere Managementgebühren vorsehen als üblich. Auf diese Weise wird der Kickback finanziert. Der Anleger bekommt dies in der Regel nicht mit, da die Fondskosten nicht in der modellierten Ablaufleistung enthalten sind.
In die Freude über die Aktivitäten des ITA Instituts mischen sich jedoch Zweifel, ob die so angestrebte Transparenz auch beim Kunden ankommt – denn:
Das ITA prüft im Auftrag des Produktanbieters Angebotsberechnungen im Hinblick auf die Berechnung der illustrierten Ablaufleistung. Insbesondere wird untersucht, ob Überschussbeteiligungen, Treueboni oder eben nicht garantierte Kickbacks eingerechnet werden oder nicht.
http://www.ita-online.info/Test-Modellrechnungen/102
Es muss also weiter “ein Lied gesungen werden”, damit auch bei den Analysten “Brot gegessen” werden kann …
–pag