Wie soll eigentlich Verbraucherschutz funktionieren, …

22-02-2013 11-55-08

- wenn nicht die richtigen Fragen gestellt werden?

http://apps.finra.org/meters/1/riskmeter.aspx
http://apps.finra.org/meters/1/scammeter.aspx

Dass ausgerechnet die private Organisation Financial Industry Regulatory Authority, Inc. aus USA alles tut, um das Betrugsrisiko – dem Verbraucher verhaltensbedingt ausgesetzt sind – transparent zu machen, ist schon erstaunlich.

Vergleichen Sie diese Initiative einmal mit den “Waschzetteln” für Finanzprodukte unseres “ungeaignerten Verbraucherschutzes”, die weiterhin nur die Risikobereitschaft und nicht die Risikotragfähigkeit von Verbrauchern in den Mittelpunkt der Information stellen – und nicht vor Betrug warnen …

–pag

Error: 500
WordPress, Ihr Provider und unerwartete Timeouts

Samstag Nacht sollte man keine größeren Arbeiten an seinen Webpräsenzen durchführen – insbesondere falls man nicht eine langwierige Fehlersuche riskieren möchte.

Denn alles, was mit Zugriffserlaubnissen und -zeiten zu tun haben könnte, wird von den parallel in den Rechenzentren laufenden Backup-Prozessen “maskiert”!

Mich hat dabei die Error: 500 Meldung des 1&1 Webservers beinahe um den Schlaf gebracht. Damit es Ihnen demnächst nicht auch so geht, hier meine Vorgehensweise in Kurzfassung.

Für alle, die einmal etwas längere Texte posten oder viele Posts in einen einzigen zusammenfassen müssen und sich wundern, warum dann das Publizieren nicht klappt und/oder mit Error 500 quittiert wird, sollten deshalb die folgenden Tipps hilfreich sein:

1. Die Performance-Limits des Provider Tarifs (hier: 1&1) prüfen (nicht nur falls ein Managed Server benutzt wird):
http://hosting.1und1.de/details-performance

2. Wenn die Upload-Size in Ordnung ist, dann im nächsten Schritt alle Plugins deaktivieren. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Ausführungszeit aller angestoßenen .php Routinen zu lange ist.

3. Falls es dann immer noch nicht klappt, muss der Eintrag in “handliche Stücke zerteilt” werden.

Ende der Geschlossenen Gesellschaften?

Wir werden sehen …

BGH beendet Anonymität in Fondsgesellschaften

Der Bundesgerichtshof hat den anonymen Beteiligungen an einer Fondsgesellschaft einen Riegel vorgeschoben. Die obersten Richter in Karlsruhe entschieden, dass alle Beteiligten in sogenannten Publikumsgesellschaften ihre Identität offenlegen müssen (II ZR 134/11).

http://www.haufe.de/unternehmensfuehrung/steuern-finanzen/urteil-bgh-beendet-anonymitaet-in-fondsgesellschaften_62_163978.html

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=63072&linked=pm

Interessant wäre nun noch zu erfahren, welche Hebel- und Image-Effekte in welcher Größenordnung ausgenutzt wurden.

Immerhin müssen die mickrigen Renditen für die meisten Anleger geschlossener Fonds eine Ursache haben – wenn die im Prospekt prognostizierten, optimistischen Renditen nur für einige wenige Kommanditisten bzw. Initiatoren erzielt werden.

Und das darf ja auf keinen Fall öffentlich werden.

–pag

Two Schools of Thought on Retirement Incomes

Shamelessly copied from Wade Pfaus excellent Blog – but worth to be included here, because it mirrors the philosophy I support as well (“Safety First!”), when talking with clients concerning the new world of financial planning tools now available for securing their retirement decisions:

TwoSchoolsofThought

I would also like to add another well-known name from Germany to the Life-Cycle roster of prominent thought provoking academics compiled by Wade: Prof. Klaus Spremannn.

–pag

Don’t become a “Dumpie”!

Dumpies are described as “destitute unprepared mature people”. Who are the people
that end up as Dumpies? Craig Karpel feels that “they are the baby boomers of today
who are out there driving around in great cars, wearing great clothes, and who will
ultimately end up picking through dumpsters for cans to sell and scraps to eat. They’re
so busy shooting the rapids of Decade X that they don’t realize they’re headed over the
falls.”
- Craig S. Karpel, The Retirement Myth, Harper-Collins, 1995

Einfach mal nachgerechnet:
Anbieter- oder Anleger-Rendite?

Üblicherweise wird in der klassischen Finanzmathematik mit den Nominalwerten (z.B. ausgedrückt in Währungseinheiten) gerechnet. Oftmals taucht jedoch auch die Frage nach der Kaufkraft von erst später verfügbaren Renten oder Vermögenswerten auf.

Was jedoch nach meiner Erfahrung dabei häufig übersehen wird – es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Kaufkraftverzicht und Rendite:

Auch der Verzicht auf Kaufkraft kann – durch die konsum-alternative Verwendung von Geld für Ansparvorgänge – eine erhebliche “Renditewirksamkeit” im Präferenzsystem des Anlegers (wegen des Nutzens von Geld) entfalten und muss deshalb bei der Beratung zu Finanzentscheidungen erläutert und berücksichtigt werden.

Der Zins ist … der Preis für die Zeit und belohnt den Verleiher für eine hypothetische Verschiebung seines Konsums.

- Böhm-Bawerk
(zitiert in Wikipedia)

Warum das von Beraterseite noch zu selten geschieht, lässt sich verstehen, wenn man bedenkt, dass das Rechnen mit Teuerungsraten und geometrischen veränderlichen Zahlungen nur selten Bestandteil der einschlägigen Bildungspläne ist.

Dieses Thema jedoch nicht anzusprechen kann zur Beratungshaftung führen!

Allen, die als Berater oder Privatanleger Zugriff auf einen BWK Business® finanzmathematischen Taschenrechner haben, kann und soll das folgende Beispiel helfen, die entstehenden Renditeeffekte besser zu verstehen.

Im Artikel über Variable Annuities habe ich ein Beispiel vorgestellt, dessen Vorgaben wir nun hier weiterverwenden können.

Einfach mal nachgerechnet:
Variable Annuity

Inzwischen werden auch bei uns verstärkt sog. Variable Annuities angeboten (Fondsgebundene Rentenversicherungen mit Garantierenten).

Ein befreundeter Versicherungsmakler hat mir heute das Tarifangebot einer solchen Versicherung zugesandt und mir dazu die folgende Frage gestellt:

Wie kann man ein solches Angebot mit anderen Produkten finanzmathematisch vergleichen?

Nachfolgend ein Auszug aus dem Angebot:

15-01-2013 00-17-27

Für den Finanzanalytiker ergeben sich (aus den hier markierten Bereichen) in einem Vergleich mit anderen Produkten jedoch weitergehende Fragen – über den üblicherweise durchgeführten Vergleich der Beitragsrendite der Garantierente hinaus.

Hier eine nicht abschließende Liste dazu:

  • Wie hoch ist der versicherungsmathematische Barwert der alternativen Todesfallleistungen?
  • Wie hoch ist die Beitragsrendite bei Ausübung der Flexibilitäts-Option “Beginn Rentenbezug”?
  • Wie wirkt sich die Begrenzung des garantierten Rentenbezuges auf das Alter 90 Jahre aus?
  • Wie hoch ist der Barwert der Real-Option Kapitalauszahlung mit 62 oder 72?
  • Ist die Angabe der notwendigen Brutto-Fondsperformance ein hilfreiches Entscheidungskriterium?
  • Sind die Annahmen über die Netto-Performance überhaupt realistisch?

Genügend Stoff also, um daraus einen Artikel für ein Fachmagazin zu erstellen …

Da es in dieser Rubrik jedoch darum geht, dass auch Sie schon einmal nachrechnen können – ohne sich mit den komplexen Berechnungen der stochastischen Finanzmathematik auseinandersetzen zu müssen – hier nun eine Anleitung zur Berechnung der Beitragsrendite auf Basis der angegebenen Garantierenten.

Einfach mal nachgerechnet:
Lebenslange private Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag

Eine private Rentenversicherung kann bei Versicherungsunternehmen auf vielerlei Weise abgeschlossen werden: Gefördert oder auch nicht, gegen Laufenden oder Einmalbeitrag, aufgeschoben oder sofort beginnend, mit Rückgewähr der Beiträge usw. Ihr Versicherungsmakler oder ein Versicherungsberater informieren Sie sicher gerne über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten.

Den Finanzanalytiker interessieren häufig jedoch andere Fragestellungen:

  • Ist eine private Rentenversicherung die bessere Wahl – im Vergleich zur eigenverantwortlichen Planung von regelmäßigen Entnahmen aus NICHT bei Versicherern festgelegtem Vermögen?
  • Macht es ggfs. Sinn, die private Planung von Entnahmen zu gegebenem Zeitpunkt doch durch eine private Rentenversicherung bei einem Versicherungsunternehmen zu ersetzen?

Insbesondere die zweite Fragestellung lässt sich mit etwas Literaturstudium und einem kleinen Programm auf einem Finanz-Taschenrechner analysieren.

Der feine Unterschied …

- zwischen Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit.

Bei allen Geldgeschäften sollten Sie sich immer bewusst sein, dass Anbieter jeder Art von Finanz-Produkten stets nur ein Ziel vor Augen haben (müssen):

Ein (in fast allen Fällen) unsicheres Leistungsversprechen gegen eine (Ihre!) sichere Geldleistung einzutauschen – und dabei auch noch Gewinn zu machen.

Sie bekommen also von Ihrem “Geschäftspartner” zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses immer einen geringeren Gegenwert, als Sie dafür hergeben!

Da dieses Mißverhältnis in einer Welt ohne Zinsen (Renditen) auch dem “dümmsten anzunehmenden Anleger” sofort auffallen würde, wird natürlich in all diesen Fällen von den Anbietern mit den Renditechancen der tollen Marktentwicklung ihrer Angebote argumentiert.

Aus den so in Aussicht gestellten hohen Erträgen lässt sich dann auch elegant, ein – im Vergleich zu Ihrer Einlage – hoher Netto-Barwert Ihrer Investition ableiten.

Diese Marktchancen und -risiken verantwortet aber nicht mehr der Anbieter – denn er erhält (wie schon gesagt) sein Geld sofort.

Sie erinnern sich an Chris de Burghs Song: “Don’t Pay the Ferryman …” ?